

Der Hirschpark soll als Parkgelände bereits seit 1620 bestehen und erst 1860 das Hirschgatter von einem der Nachfahren der Familie Godefroy errichtet worden sein. Und seitdem soll das Liebesleben des Damwilds „reibungslos“ funktioniert haben?! 1924 übernahm das Bezirksamt Altona die Flächen.
Zum 26.01.26 nun schloß das Amt das Damwildgatter mit sofortiger Wirkung. Als Grund wurde angegeben die ausufernden Brunftkämpfe unter den männlichen Damhirschen im vergangenen Spätherbst. Dabei verloren zwei Tiere ihr Leben durch die Intensität und Häufigkeit der Auseinandersetzungen, deren Ausmaße nicht mehr dem natürlichen Verhalten der Tiere entsprach?!
Da das Wohl der Tiere und der Tierschutz an oberster Stelle steht – wie hier ggfs. auch gegen langjährige Traditionen – hielt die Bezirksamtsleitung nach fachlicher Bewertung durch Forstabteilung und Veterinärwesen einen Umzug für notwendig und sinnvoll.
Eine artgerechte und sichere Umgebung ermöglicht die Unterbringung im Wildgehege Klövensteen. Dort in Rissen leben die Damhirsche künftig auf einer weitläufigen Anlage in einer größeren Herde mit Weibchen. Damit erhoffen sich die Verantwortlichen ein natürlicheres Sozialgefüge mit reduzierten aggressiven Brunftkämpfen.
Das Gatter im Hirschpark war erst 2023/24 zum 100.Jubiläum umgebaut worden und es wurden leider nur noch männliche Tiere gehalten. Zuvor waren es jeweils Rudel von einem Männchen und 3 weiblichen Tieren sowie Nachwuchs soweit vorhanden.
Diese Haltungsform wird auch im weitaus kleineren Niendorfer Gehege praktiziert. Dementsprechend sind dort ausufernde Brunftkämpfe nicht bekannt.