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15.04.2021

Hamburg liest Borchert

Die Welt draußen, draußen vor der Tür, ist in den letzten Monaten zu einem Sehnsuchtsort geworden. Sie birgt die pandemische Gefahr, die gefühlt alles Denken und alle Debatten bestimmt, und reizt doch immer mehr, viel spürbarer und drängender als zuvor, durch ihren verlockenden Duft nach Leben, nach Intensität und Lautstärke, nach bis in den Hals pochenden Herzen und wabernden Massen. Auch der Hamburger Schriftsteller Wolfgang Borchert sinnierte und schrieb über das „Draußen vor der Tür“, doch tat er dies kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In einer Welt also mit einem nicht vergleichbaren Draußen, einem Draußen, an das nicht oft genug erinnert werden kann.

Die Uraufführung des gleichnamigen Stücks in den Hamburger Kammerspielen erlebte Borchert nicht mehr, einen Tag zuvor starb er. Posthum jedoch machte es ihn berühmt, nicht nur in Deutschland. Dieses Jahr, zu seinem 100. Geburtstag, wird Borchert deshalb hier in seiner Heimatstadt geehrt. Für Senator Carsten Brosda war er „ein Pazifist und Idealist, ein Kämpfer und Träumer, ein junger Mann mit großen Ideen und einem überfließenden Herzen“- was er für Sie ist oder imstande ist zu werden, können Sie beim Literaturfest „Hamburg liest Borchert“ herausfinden, das noch bis zum 12.06.21 mit mehr als 30 Veranstaltungen und Aktionen sein Gesamtwerk zelebriert.

Quelle: Pressestelle der Behörde für Kultur und Medien


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