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07.07.2011

2. Theater im Hafen

und 4. Musical-Theater in Hamburg, damit bleibt Hamburg Deutschlands Musical-Hauptstadt Nummer eins. Denn Stage Entertainment hatte sich bereits seit Jahren bemüht, in Steinwerder neben dem bestehenden Hafentheater mit dem erfolgreichen Musical König der Löwen ein weiteres Gebäude für bis zu 1900 Zuschauer bauen zu dürfen.

Die zuständige Wirtschaftsbehörde und der städtische Dienstleister HPA scheinen nun ihre Zustimmung erteilt zu haben, sodass die Fertigstellung des Neubaus noch – wie süffisant formuliert worden sein soll – vor der Eröffnung der Elbphilharmonie erfolgen wird. Nicht zu vergessen ist dabei die Besonderheit des Ortes - der Hamburger Hafen: Von 1840 - 1966 befand sich an dieser Stelle der Norderelbe / Ecke Fährkanal die traditionsreiche Werft H. C. Stülcken. Sie wurde zwischenzeitlich von der Großwerft Blohm & Voss übernommen; Ende der achtziger Jahre ging die Fläche zurück an den Grundeigentümer, an die Liegenschaftsverwaltung der Stadt Hamburg. Gleichwohl blieb die Fläche Hafengebiet und unterlag damit den Bestimmungen des Hafengesetzes. Das schreibt bis heute vor, dass im Hafengebiet nur hafenbezogene Betriebe zugelassen sind. Eine weitere hafenspezifische Besonderheit besteht darin, dass die von den zugelassenen Firmen benötigten Flächen nur angemietet - nicht aber gekauft werden können. Die Bebauung erfolgt dann im Rahmen eines gesteigerten Nutzungsrechtes, das einen langjährigen Grundstücksmietvertrag voraussetzt.

Erfreulich, dass nun auch für dieses Projekt - neben dem ersten Hafentheater - eine Ausnahmeregelung gefunden worden ist. Doch unbeantwortet bleibt noch, welche Aufführung dort neben dem Musical Der König der Löwen (seit 2001), Tarzan (im Theater Neue Flora seit 10/2008) und Sister Act (im Operettenhaus seit 12/2010) gezeigt werden wird. Das bleibt spannend. Dagegen ist wiederum bekannt, dass Hamburg mit zwei Millionen Musical-Besuchern im Jahr nach dem Broadway in New York und dem Londoner Westend der weltweit drittgrößte Musical-Standort ist.

Als Anerkennung würdigte Hamburg dafür am 09.04.08 den niederländischen Musiktheaterproduzent und Unternehmer Joop van den Ende mit der Verleihung der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille.


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