Der Wanderweg entlang der Alster im Grenzbereich von Lemsahl, Mellingstedt und Sasel führt auch an einem historischen Wehr vorbei. Es ist die Mellingburger Schleuse, bestehend aus jeweils zwei Holztoreinheiten am Ober- und am Unterlauf. Ihr Abstand zueinander bzw. die Länge der Schleusenkammer beträgt 77,4m (2.Foto). Diese Doppelschleuse war erforderlich, da ein einfaches Aufstauen des Wasser für den damaligen Schiffsverkehr nicht ausreichte.
Seit 1529 besteht in der Alsterschleife diese Anlage; die Holzkonstruktion in der Form bis 2025 erst seit 1854/55. Die historischen Flügeltore der Kammerschleuse ebenso wie die dazugehörigen Holzbrücken am Schleusenoberhaupt wurden nicht gepflegt und dienten lediglich dazu, den Wasserstand der Alster zu regulieren.
Nun endlich wurde der Senat aktiv und ersetze die maroden historischen Teile durch neue, die in ihrer Art den bestehenden entsprechen müssen. Das gilt sowohl für die Holzkonstruktionen als auch für die zu reparierenden Steinsubstanzen an den ebenfalls sanierungsbedürftigen Kaimauern in den unmittelbaren angrenzenden Schleusenbereichen.
Im Herbst 2025 wurden für beide Schleusentorbereiche die Holzteile entfernt und im Oberlauf vorerst eine Stahlbrücke zur Überquerung der Alster eingerichtet (1.Foto). Im Unterlauf wurde nachfolgend intensiv gearbeitet und 2 neue Tore eingesetzt (3.Foto). Das gelang nur mit Hilfe von Tauchern, die unter Wasser die senkrecht verlaufenden Holzpfähle richten mussten (4.Foto).
Auch eine sogenannte "Fischaufstiegsanlage", besser bekannt unter dem Begriff Fischtreppe soll bis Ende 2027 aufgebaut sein und die Fischdurchgängigkeit und damit den Biotoperhalt sicherstellen.
