Sie sind hier: Kulturkarte.de >  Stadtplan >  Infos > St.Gertrud / Hohenfelde in Hamburg  >  Informationen, Adresse, Anfahrt, Homepage und Foto
Foto zum Thema <%= St.Gertrud / Hohenfelde%>   
Foto zum Thema <%= St.Gertrud / Hohenfelde%>   
Foto zum Thema <%= St.Gertrud / Hohenfelde%>   
Foto zum Thema <%= St.Gertrud / Hohenfelde%>   
Foto zum Thema <%= St.Gertrud / Hohenfelde%>   
Foto zum Thema <%= St.Gertrud / Hohenfelde%>   

St.Gertrud / Hohenfelde

- religiöse Orte -

Die ursprüngliche St.Gertrud stand als Kapelle inmitten der Hamburger City auf dem heutigen St.Gertrudenplatz. Eine Gertruden-Skulptur steht als letzten Hinweis noch am Haus Gertrudenkirchhof 6. Die Kapelle wurde bereits 1350 erstmals erwähnt, erhielt diverse Erweiterungsbauten und wurde in der Nacht des großen Hamburger Brandes vom 7. / 8. Mai 1842 so stark beschädigt, dass der damalige Eigentümer – die Stadt Hamburg – 1847 die Räumung der Fläche von den Bauresten anordnete. Nur zwei Holzfiguren wurden erhalten, eine Anna selbdritt und eine Heilige; sie werden im Museum für Hamburgische Geschichte aufbewahrt.

 

Doch der Name hat Bestand und ging über auf die evangelisch-lutherische St.Gertrud in Uhlenhorst, deren neugotischer Bau 1882 begonnen wurde, da - ähnlich wie in Eppendorf - in Uhlenhorst neue Wohngebiete entstanden. Durch die Eingliederung mehrerer neuer Vororte soll die geografischen Mittelpunkt von Hamburg nunmehr zwischen dem Kirchturm und dem Kuhmühlenteich liegen.

 

Bauherr der Hallenkirche ist der Architekt Johannes Otzen; auf ihn gehen auch die Entwürfe des Altars, der Kanzel, des Taufsteins und des Kirchengestühls zurück. Die Kirche wirkt durch markante Ziegelvielfalt von bis zu 460 Sorten verschiedener roter, gelber und grüner Form- und Glasursteine im Zusammenspiel mit dem durch Patina grün leuchtendem Kupferblech der verschiedenen Anbauten und des schindelgedeckten Kirchturms. In angrenzender Nachbarschaft befindet sich das Pastorat (4.Foto).

 

Der Innenraum wird beherrscht durch die Höhe des Kirchenschiffes, an dessen Ende der Altar eindrucksvoll die Gläubigen in seinen Bann zieht (1. + 3.Foto). Ein Teil der Chorfenster war aus der Hauptkirche St. Nikolai wegen des drohenden Kriegs ausgebaut, eingelagert und nach Kriegsende in die Fensterfassungen von St. Gertrud eingesetzt worden.

Das

  • linke Fenster hat als Motiv Noah mit der Arche,
  • halblinke Fenster zeigt den Stammvater Isai,
  • mittlere Fenster stellt den Propheten Jesaja dar,
  • halbrechte Fenster erinnert an König David mit der Harfe,
  • das rechte Fenster zeigt Moses mit den Gebotstafeln.

 

Vier Glocken mit den Namen

  • Friede von 2022 – gegossen von Glocken- und Kunstgießerei Rincker in der  hessischen Stadt Sinn,
  • Mission + Taufe + Gebet, je von 1959, übernommen von der Nikodemuskirche,

lassen seit dem Reformationstag am 31.10.22 nach mehr als 100 Jahren wieder ein Bronzegeläut durch Uhlenhorst klingen.

 

Vor dem Kirchengebäude steht die Luther-Eiche von 1883 – neu gepflanzt 1945 - mit dem Reformationszyklus (5.+ 6.Foto). Der besteht aus acht Steinpfeilern, die einerseits die damaligen acht Hamburger Kirchspiele (St. Petri, St. Nicolai, St. Catharinen, St. Jacobi, St. Michaelis, St. Georg, St. Pauli, St. Gertrud) bezeichnen und auf der Rückseite Stationen der Reformation (1517: Wittenberg, Schlosskirche; 1520: Wittenberg, Elsterthor; 1521: Worms; 1521-22: Wartburg; 1525: Wittenberg, Ehe; 1529: Speier; 1530: Augsburg; 1546: Eisleben) benennen.

 

In St. Gertrud wurde Altbundeskanzler Helmut Schmidt 1918 getauft (1918) und konfirmiert (1934). Hannelore Loki Schmidt ließ sich kurz vor ihrer Hochzeit 1942 ebenfalls in St.Gertrud taufen. Im Dezember 2007 wurde der Weihnachtsgottesdienst mit dem damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler in St.Gertrud gefeiert und im Fernsehen übertragen.

 

Eine weitere Kirche heißt St.Gertrud und steht in Altenwerder

 

Adresse: Immenhof 10 in 22087 Hamburg-Barmbek

Homepage:  www.st-gertrud-hamburg.de