Die Deutschen Kaiserlichen Marine ließ das auf der Germaniawerft in Kiel vom Stapel gelaufene und 1911 in den Dienst gestellte 57m lange und 6m breite U-Boot U16 noch vor dem Ersten Weltkrieg 1914-18 bauen. Es fuhr 15,6kn über und 10,7kn unter Wasser; die Tauchtiefe betrug max. 50m. Ausgestattet war es mit 2 Bug- und 2 Heckrohren sowie 6 Torpedos. Außerdem besaß es zum Zeitpunkt der Fertigstellung eine 37mm-Kanone.
Nach dem Krieg sollte es 1919 mit anderen Booten als Reparationsleistung nach England ausgeliefert werden und sank durch vermutlich absichtlich herbeigeführter Leckage während der Überfahrt in der Nordsee bei Scharhörn - unweit von Neuwerk - und damit auf Hamburger Hoheitsgebiet. Auf dieser Route war das Boot unbesetzt von einer Mannschaft und damit kein Seekriegsgrab.
Im Glauben, dass es trotz dieser langen Verweildauer nunmehr eine Gefahr für den Schifffahrtsweg in der Elbmündung zu werden schien, wurde das Wrack im Herbst 2025 aus etwa 20m Wassertiefe durch den Schwimmkran „Matador 3“ geborgen. Dabei zerbrach es in zwei Stücke. Diese wurden vorerst in Cuxhaven zwischengelagert.
Laut aktuellen Pressemitteilungen sollen Begehrlichkeiten für Teilstücke bestehen seitens:
- www.windstaerke10.net in Cuxhaven
- https://aeronauticum.de = Museum für die historische und technische Entwicklung der Luftschifffahrt sowie See- und Marinefliegerei an der Wurster Nordseeküste
- www.oberharzinfo.de/ausflugsziele/geschichte-erleben/ostdeutsches-fahrzeug-und-technikmuseum-benneckenstein = Ostdeutsches Fahrzeug- und Technikmuseum im Harz
- www.mhmbw.de = Militärhistorisches Museum Dresden
- www.marinemuseum.de = Deutsches Marinemuseum Wilhelmshaven
- www.imm-hamburg.de = Internationales Marinemuseum Hamburg
- https://amh.de = Archäologisches Museum Hamburg
- Stadtmuseum Hagen in Nordrhein-Westfalen
Diesbezüglich bleibt zu berichten: Fortsetzung folgt unter den NEWS.
Ein weiteres U-Boot befindet sich am St. Pauli Fischmarkt 10 in Altona-Altstadt, ist vollständig und kann besichtigt werden.
