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St.Maria Magdalena

- religiöser Ort -

Die Ortschaft Moorburg gibt es seit 1375 und sie liegt südlich der Norderelbe unweit der alten Süderelbe. Aktuell ist sie ein Stadtteil von Hamburg und gehört zum Bezirksamtsbereich von Harburg. Planmäßig ist sie als Hafenerweiterungsgebiet ausgewiesen. Deshalb versucht die Stadt die Grundstücke aufzukaufen, um die Flächen nach Räumung - wie Altenwerder - als Industriegebiet für den Hafen zu nutzen. Das ist ihr bisher nicht gelungen.

 

Mittelpunkt der Ortschaft ist die Kirche St.Maria Magdalena (1.Foto). Bereits seit 1309 ist in diesem Gebiet eine Kapelle unter diesem Namen errichtet worden und nachfolgend als Wallfahrtsort bekannt geworden.

Als zu nennender weiter Baukörper ist die Moorburg zu erwähnen, die um 1390 errichtet wurde und von der es am Ortseingang einen Modell-Nachbau gibt. Durch ihn erhielt der Ort seinen Namen (2.Foto mit 600 Jahres-Medaille).

 

Moorburg ist lange Zeit das einzige Hamburger Gebiet südlich der Elbe und damit einer der ältesten Stadtteile der Freien und Hansestadt Hamburg. Erst durch das Groß-Hamburger Gesetz kamen weitere südlich gelegene Stadtteile hinzu und bildeten den Bezirk Harburg.

 

Die Maria Magdalena-Kapelle bestand ca. 300 Jahre auf einer Warft in den Elbmarschen am heutigen Moorburger Kirchdeich und wurde danach von der heutigen Kirche am Moorburger Elbdeich ersetzt; diese wurde 1597 geweiht. Diverse Umbauten erfolgten außen wie innen. Geblieben ist der Stil eines Fachwerkhauses. Im Inneren konnten als älteste Teile erhalten werden

  • der Barock-Altaraufsatz aus der Werkstatt des Valentin Preuß mit vier geschnitzten Statuen der Evangelisten umrahmen die drei Gemälde des zentralen Teils. Diese stammen vom Maler Christopher Sorgel und stellen zusammen weiteren Figuren am obersten Punkt des Altars die Passions- und Auferstehungsgeschichte dar,

 

  • das Taufbecken mit drei tragenden Putten und einem gewaltigen Aufbau (3.Foto) ist ebenfalls aus der Werkstatt des Valentin Preuß,

 

  • die Landherrenloge.

 

Erwähnenswert

- ist die Brauttür; eine Holzschnitzerei aus dem 17. Jahrhunderts mit Brautkronen als Fensterrahmen.

- ist die vorhandene Orgel aus der Werkstatt von Philipp Furtwängler & Söhne aus dem Jahr 188,

- sind die alten reetgedeckten Katen Moorburger Kirchdeich 2 Schmalfeld (4.Foto / leider abgebrannt) und Moorburger Elbdeich 424 Sievers (5.Foto / Sanierung in 2025?),

- sind die alten Wracks unweit der Moorburger Schanze (6.Foto).

 

Unbedingt kennenlernen sollte man den Moorburger Art e.V. mit seiner lebhaften  Kulturszene. Dazu gehören:

• "Sonntags um Fünf" Manfred Brandt öffnet seinen ehemaligen Heuboden am Moorburger Elbdeich 263 immer am letzten Sonntag von Januar bis April / Mai sowie von Oktober bis November für anspruchsvolle Kleinkunst (7.Foto vor Ort + 8.Foto mit 2 Fischen aus der Töpferei),

• "Kunst und Kirschen" ist ein sommerfröhlicher Markt der Künste und des niveauvollen Kunsthandwerks,

• "Kunst und Punsch" ist ein etwas anderer Vor-Adventsmarkt mit hofeigenem Flair, echter Kunst und edlem Handwerk,

• "Hofart" steht für Ausstellungen verschiedenster Couleur am Moorburger Elbdeich 263 sowie für Musik von klassisch bis modern, von Chanson bis Jazz, von Singer-Songwriter bis Kultband.

 

Am 14.09.25 feierte Moorburg sein 650. Bestehen in der St. Maria Magdalenen Kirche. Die Bischöfin Fehrs (Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland / 9.Foto) war geladen, ebenso der Hamburger Finanzsenator (10.Foto). Während der als Vertreter des Senats wieder mal versuchte zu erklären, warum es mehr als 40 Jahre dauert, um den Moorburgern ihren Schwebezustand im Zusammenhang mit dem Hafenerweiterungsgesetz zu erklären - seit langer Zeit leben die Menschen dort mit der Ungewissheit, weil Neubau, Umbau und selbst der Verkauf von Grundstücken durch das Hafenerweiterungsgesetz massiv eingeschränkt sind -, konnte Frau Bischöfin Originelles beitragen.

So sollen die Bürger*innen von Moorburg wiederholt versucht haben, einen Vertreter des Hamburger Senats einzuladen und über die Planungsabsichten mehr zu erfahren. Kein Politiker erklärte sich bis dahin bereit. Dann wurde Helmut Schmidt eingeladen, damals Innensenator der Freien Hansestadt Hamburg. Es war das Jahr 1965. Just in diesem Jahr wurde er zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Und er soll den zugesagten Termin in Moorburg wahrgenommen haben. Und plötzlich waren alle Hamburger Politiker daran interessiert, ebenfalls vor Ort zu erscheinen; möglichst in den vordersten Reihen.

Die Moorburger sollen daraufhin deren Offerten abgelehnt und ihnen dafür angeboten haben, gegen eine entsprechende Spende einen Sitzplatz zu erwerben; das soll funktioniert haben. Dass der Bundeskanzler Helmut Schmidt kam, war für alle selbstverständlich und ein großes Ereignis.

 

 

Adresse: Moorburger Elbdeich 129 in 21079 Hamburg-Moorburg
Telefon: 040 740 24 33

Homepage:  https://kirchesuederelbe.de/moorburg/