Vormals lagen Speicherstadt und die HafenCity im Hamburger Freihafen, d.h. hier konnte der Hafenumschlag stattfinden, ohne dass Zölle gezahlt werden mussten. Entsprechend wurden sie mit hohen Zollzäunen und Zollkontrollstationen geschützt. Seit Anfang 2004 sind viele der sie umgebenden Zäune entfernt worden bzw. nur noch aus Gründen des Denkmalschutzes vereinzelt erhalten geblieben.
Dann wurde der Freihafen mit einer Fläche von 6ha (= 60.000m²) aufgegeben und Freiflächen außerhalb der Speicherstadt für die Realisierung der HafenCity geplant, bebaut und nunmehr genutzt.
Für die Bevölkerung und für Gäste in Hamburg wurde ein Infocenter im ehemaligen "Kesselhaus" in der Speicherstadt zum Vorzeigeprojekt für die Stadtentwicklung Hamburgs, das von jedermann, -frau oder -kind bei freien Eintritt besucht werden konnte. Ab 2010 befand sich mittig im großen Ausstellungsraum ein sehr großes Modell der HafenCity + Speicherstadt + Hamburger City, das ständig erweitert und aktualisiert wurde. Dessen Besuch ist für viele Kesselhaus-Fans unerwartet seit dem 31.03.26 vorbei. Bereits Monate zuvor war das ansprechende Café im Modell-Raum bereits eingestellt worden.
Die Pforten sind seitdem geschlossen und das Modell an den Raumrand geschoben. Die großartigen von der Decke hängenden Fotos aus der Anfangszeit der Entwicklung der HafenCity wurden abgenommen. An den Fensterscheiben hängen Plakate (2.Foto) mit dem Hinweis: Wir ziehen um. Vom Kesselhaus in den Baakenhafen.
Dort wurde gegenüber vom Himmelsberg ein neues Infocenter der HafenCity Hamburg GmbH unter dem Namen Hafen.City.Horizonte. am 18.04.26 eröffnet (1.+ 3.Foto).
Dieses neue Forum für Stadt & Zukunft
- befindet sich in der Grundschule Am Baakenhafen. Dessen Schulunterricht ist noch verzweigt; u.a. auch im Schuldorf am Lohsepark / Oberhafen mit der Belegenheit Am Hannoverschen Bahnhof 27.
- zeigt nunmehr auch den innerstädtischen Baufortschritt und die Verantwortung für weitere Projekte. Insbesondere das fachlich interessierten Publikum von Bauherren und Investoren soll erreicht werden. Die breite Nutzung für die Öffentlichkeit wie im Kesselhaus ist möglich, steht aber nicht im Vordergrund. So fehlt ein ansprechendes Café ebenso wie die modellgetreue Vorlage der Innenstadt und der HafenCity mit den Übergängen und der gewollten, aber bisher nicht erreichten Verschmelzung von einem Ort zum anderen. Die schräg an der Wand angebrachte Tafel (4.Foto) weist dafür weitere Zuständigkeitsbereiche aus. So die Stadtentwicklungsvorhaben Grasbrook / Kleiner Grasbrook + Billebogen / Rothenburgsort + Science City / Bahrenfeld.
