Die Universität Hamburg nennt eine Vielzahl von Kunstobjekten ihr Eigen sowohl innerhalb ihrer Gebäude als auch in ihren Anlagen. Das Hervorstechendste ist mit Sicherheit das Triptychon im Philosophenturm auf dem Campus in Hamburg-Rotherbaum (1.Foto aus 2015).
Dieses Gebäude wurde über Jahre umgebaut und die Kunstobjekte vorab gesichert. Im Oktober 2025 nun kam das dreiteilige Kunstwerk wieder an seinen angestammten Platz zurück. Vorab wurde es leicht verändert, um im Falle eines Brandes gegenüber Feuer und Wasser geschützt zu sein.
Die dafür notwendigen Maßnahmen setze die Werkstatt des Denkmalschutzamtes um. Die Werkstatt (3.Foto) setzte die 3 Bilder in neue, verstärkte Rahmen. Das war notwendig, damit diese die Spezialgläser halten konnten. Die schützen vor Feuer und Wasser und verschließen zusätzlich durch besondere Dichtbänder die Kunstobjekte. Zusätzlich wurden Kunststoffplatten aus einem besonderen Gel eingesetzt, die jahreszeitlich bedingte Klimaschwankungen inklusive Veränderungen der Luftfeuchtigkeit innerhalb des Rahmens ausgleichen können. Letztendlich wurden auch die Wandhaken aus den 60er Jahren durch Stahlhaken ersetzt, da jedes Bild inzwischen um die 140kg wiegt (4.Foto). Die beigefügten Fotos 2 bis 4 wurden dankenswerterweise von der Uni Hamburg mit Genehmigung der Künstler der Kulturkarte Hamburg zur Verfügung gestellt. Siehe dazu den Zusatz* am Ende dieser Info.
Das dreiteilige Gemälde auf Leinwand „Thermopylae oder der Kampf um die Errettung des Abendlandes“ ist von dem österreichischen Künstler Oskar Kokoschka (1886-1980). Es entstand 1954 im Geist humanistischer Bildung und hängt seit 1963 nach dem Ankauf durch den Unternehmerpaar Gertrud und Philipp F. Reemtsma im Hörsaal B des Philosophenturms.
Weitere Werke von ihm befinden sich in Hamburg:
- Kunsthalle: die Windsbraut
- Mahnmal St.Nikolai: Entwurf aus 1975 für das Mosaik Ecco Homo in schwarz-weiß (Seht, die Menschen / 5.Foto). Eine farbige Ausfertigung befindet sich in der Hauptkirche St.Nikolai in HH-Harvestehude (6.Foto).
Das Bild
- Binnenalster / Jungfernstieg (1926); letzter bekannter Standort ist die Galerie Klauspeter Westenhoff, Hamburg.
- Hamburger Hafen (1951) befindet sich im MoMa Manhatten / New York.
- Hamburg III (1961) zeigt den Bereich um die Überseebrücke unweit den Landungsbrücken. Kokoschka ist dazu mit seinem Atelier auf einen großen Kran der ehemaligen gegenüberliegenden Stülcken-Werft gestiegen, um durch diesen erhöhten Blick das Umfeld optimal festhalten zu können.
*Zusatz:
Die Fotos sind freigegeben worden durch die Uni Hamburg. Dazu folgende Fotonachweise bzgl. Urheberschaft:
2.+ 4.Foto = (c) UHH/Yzer
3.Foto = (c) UHH/Esfandiari
